Das Jahr 2004 war ein sehr arbeitsreiches Jahr für die freiwilligen Mitarbeiter von Radio LNW. Es wurden enorme technische und baulische Modifikationen durchgeführt, um ein qualitätsmässig hochwertiges Rundfunkprogramm zu gewährleisten.
Beim Betreten von Radio LNW betreten die Besucher zunächst den grossen Aufenthaltsraum.
An diesem Redaktionstisch bereiten die Schüler und Animateure die Sendungen vor und diskutieren über die Programminhalte.
Ein weiterer runder Tisch steht den Schülern zur Verfügung, um im kleineren Kreis Vorbereitungen, Beratungen und Diskussionen durchzuführen.
Um optimal Sendungen vorzubereiten, stehen einige Computer und Drucker zur Verfügung, um die Texte in Word abzutippen und um im Internet nach aktuellen Berichten zu suchen.
Des weiteren kann hier das Live-Programm oder die momentanen Produktionen aus dem Studio 1 akustisch verfolgt werden.
Für das leiblische Wohl und für das einwandfreie Reden am Mikrofon steht den Schülern ein Getränkeautomat mit Wasser und Säften zur Verfügung.
Aus Unachtsamkeit kam es in der Vergangenheit schon mehrmals vor, dass Besucher bei geöffnetem Mikrofon ins Studio stürmten und dadurch Produktionen neu begonnen werden mussten und Beeinträchtigungen bei Live-Sendungen entstanden. Aus diesem Grund blinkt eine rote Leuchte bei geöffneten Mikrofonen.
Studio 1
Das Studio 1 ist das Hauptstudio von Radio LNW. Seine Abmessungen betragen 6x4 m und es können bis zu 7 Gäste gleichmässig Platz nehmen. Jeder Gast hat hierbei sein eigenes Mikrofon.
Jedes Mikrofon ist mit einem Windschutz in einer jeweils anderen Farbe versehen, damit der DJ das betreffende Mikro zielgenau öffnen kann. Aus hygienischen Gründen kann jeder Sprecher seinen eigenen Windschutz verwenden.
Die Mikrofone sind an einem Tisch befestigt, der wiederum mit der Decke das Studios verschraubt ist. Somit ist eine mechanische Verbindung der Mikrofone mit dem Tisch nicht vorhanden, sodass Vibrationen vom Tisch nicht auf die Mikrofone übertragen werden können.
Auf dem rechten Computer kann gearbeitet werden, Dokumente zum Ablesen angezeigt werden, sowie Internetrecherchen durchgeführt werden. Zeitgleich kann auf dem linken Computer die Playliste verfolgt werden und die eingehenden SMS-Nachrichten gelesen werden. Die zuletzt ausgestrahlten Lieder werden auch angezeigt.
8 drahtlose Kopfhörer mit einer Reichweite von gut 50 Metern werden hier an die Ladestation angedoggt, um stets betriebsbereit zu sein. In der Vergangenheit fielen die Animateure oft über die Kabel, was dann einem Totalschaden und einer Woche Krankenhausaufenthalt entsprach. Dem ist nun ein Ende gesetzt.
Diese Seite des Raumes ist für den DJ und Techniker reserviert. Von hier aus wird die Musik eingespielt, die betreffenden Mikrofone zum richtigen Zeitpunkt geöffnet und die Lautstärkepegel einjustiert. Ein Computer dient zur Aufnahme von Produktionen und von dem anderen Computer werden die Musik und die vorprogrammierten Beiträge abgespielt.
Hier ist nochmals das ganze Studio zu sehen. Der DJ besitzt auch ein Mikrofon, das mit dem Tisch verbunden ist, der mit der Decke verschraubt ist. Das Mikrofon kann nach rechts oder links verschoben werden und ausserdem in der Höhe verstellt werden.
Es ist schon gewöhnungsbedürftig mit den entsprechenden Schiebepotentiometers und Drehpotis am Mischpult klarzukommen. Aus diesem Grund werden alle technischen Mitarbeiter regelmässig formiert.
Dieses Radioautomatisierungsprogramm ist das Herzstück von Radio LNW. Der Computer spielt mit sehr hoher Zuverlässigkeit die einprogrammierte Musik und Beiträge ab. Radio LNW steht in sehr engen Kontakt mit dem Entwickler der Software und alle von uns eingebrachten Vorschläge wurden in die Tat umgesetzt.
Dieses Mischpult wird bei den eingefleischten Radio LNW-Insidern "Régie finale" genannt. Hier wird genau geregelt, was auf den Sender geschaltet wird.
Die Lampe leuchtet auf, wenn das Telefon klingelt.
Ausserdem im Bild: Tuner, DAT-Recorder, Verstärker, Kassettenrekorder.
Für die Aufnahmen ist dieser Lautstärkebegrenzer im Einsatz. Ein VGA-Splitter sorgt dafür, dass die Playliste auf bis zu 4 Bildschirmen angezeigt werden kann. Der 16 Port-Switch vernetzt die Computer untereinander.
In der Museumsecke von Radio LNW sind die Fotos unserer Animateure publiziert. Es sind auch einige lustige Fotos dabei ;-))
Auf dieser Pinnwand werden Besucherstatistiken, das Programmschema, die Uhrzeiten der Werbeblöcke und aktuelle Neuigkeiten für die Animateure und Besucher veröffentlicht.
Jeder Besucher, Schüler und Animateur trägt sich ins Goldene Buch ein. Dies dient versicherungstechnischen Gründen und um eine Übersicht zu haben, wie hoch die Frequentation des Studios ist.
Dieses batteriebetriebene Notstromaggregat mit 1500 VA Maximalleistung gewährleistet bei Stromausfällen eine Aufrechterhaltung der Spannungsversorgung für eine gute Stunde. Ausser dem Computer und der "Régie finale" werden ausserdem der Limiter, Equalizer, RDS-Encoder, Stereo-Encoder, Audiosplitter und der Richtfunksender mit Spannung versorgt bei Strompannen.
Die sich im Gehäuse befindliche Schaltung sorgt dafür, dass bei geöffneten Mikrofonen, die rote Lampen leuchten und die Lautsprecher im Pegel massiv abgesenkt werden.
An den Potis werden die Lautstärken für den Radioempfang und den Ausgang des Mischpultes eingestellt für den Fall, wo die Mikrofone geschlossen sind. Bei geöffnetem Mikrofon wird jeweils ein massiv abgesenkter Lautstärkepegel eingestellt, um Rückkopplungen zu vermeiden.
Beim Betreten des Studio 1 durch die andere Tür, vom Studio 2 herkommend, wird der Eindringling ebenfalls durch eine blinkende rote Leuchte erschreckt, damit bei geöffnetem Mikrofon nicht versehentlich die Tür geöffnet wird.
Die Mäntel können in diesem Vorraum abgelegt werden, damit es im Studio nicht wie in einem Umkleideraum aussieht.
Studio 2
Das Studio 2 ist ein kleines provisorisches Studio, das hauptsächlich zu Aufnahmezwecken dient. Es wurden vor kurzem Kabel von Studio 1 ins Studio 2 verlegt, damit auch Livesendungen aus dem Studio 2 ausgestrahlt werden können. Auf dem Mischpult "Régie finale" kann Studio 2 direkt auf den Sender geschaltet werden.
4 Mikrofone, ein Computer, der mit den anderen Computern und dem Internet vernetzt ist, sowie einige CD-Player, Mini-Disc-Player und ein Mischpult stehen den Animateuren und Technikern im Studio 2 zur Verfügung.
Des weiteren wurde ein Telefonanschluss ins Studio 2 verlegt.
Dachboden
Auf dem Dachboden befindet sich das Herzstück von Radio LNW.
Dieser Stereo-Encoder erzeugt aus den beiden rechten und linken Kanälen ein Multiplexsignal und den Pilotton für das Stereosenden.
Die RDS-Informationen werden auch in dieses Multiplexsignal integriert. Diese Textinformationen werden auf RDS-fähigen Rundfunkempfängern angezeigt.
Der 4 Kanal-Audio-Splitter (oben) verteilt das Haupttonsignal auf den Sender, die Streams und auf die Software, die die Sendungen aufnimmt.
Der 30 Kanal-Equalizer in der Mitte sorgt für perfekten Ton.
Der hochwertige Compressor-Limiter (unten) sorgt für eine immer gleichbleibende Lautstärke.
Büro
Im Büro werden neben den administrativen Tätigkeiten auch technische Tätigkeiten durchgeführt.
Das Radioprogramm wird mit 96 kbits in Stereo ins Internet gesetzt zum weltweiten Empfang. (oben)
Ein weiterer Internetstream in Mono wird mit 33 kbits ins Internet gestellt für unsere Zuhörer mit langsameren Internetverbindungen.
Radiointern wird jede Sendung in guter Stereoqualität mit 128 kbits aufgenommen und mindestens einen Monat gespeichert. Diese Quelle wird ausserdem angezapft, um Sendungen erneut auszustrahlen.
Diese batteriebetriebene Notstromaggregat ist der kleine Bruder von dem UPS-Gerät im Studio 1. Die Spitzenleistung beträgt 500 VA. Dieses Gerät kann bei Stromausfällen nur wenige Minuten die Spannungsversorgung aufrechterhalten. Hierbei geht es weniger um das kurzzeitige Aufrechterhalten der Spannungsversorgung bei Stromausfällen, sondern vielmehr um das sichere Herunterfahren und Hochfahren des Computers. Über eine USB-Schnittstelle werden die entsprechenden Befehle an den Computer gesendet und es werden automatisch haufenweise Fehler-E-Mails an die Mitarbeiter von Radio LNW verschickt.
Mikrofontechnik
Auf folgenden drei Bildern ist deutlich zu erkennen, wie sich die Technik bei Radio LNW weiterentwickelt hat. Zuerst standen die Mikrofone auf Mikrofonständern auf dem Tisch. Sämtliche mechanische Vibrationen wurden so auf das Mikrofon übertragen, was qualitätsmässig völlig unakzeptabel war. Danach wurden die Mikrofone an der Decke befestigt. Der Nachteil bestand darin, dass sich niemand auf dem Stockwerk über dem Studio bewegen konnte und vor allem, dass die Schüler beim Ablesen von Texten nach unten gebeugt sind und so nicht optimal ins Mikrofon redeten. Daraufhin wurde die bestehende Konstruktion abgeändert. Die Mikrofone wurden tiefer montiert. Der Nachteil hierbei war, dass man den Interviewpartner wegen den Bildschirmen nicht sah. Beim Aufbau des neuen Studios haben wir 2007 aus den Fehlern gelernt und haben eine optimale Kompromisslösung gefunden.